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Die Butter ist zurück

Juchhu, endlich wieder Butter!!

Lange haben wir verzichtet und das war nicht immer leicht. Ich komme immerhin aus einer Familie, in der die Butter dicker auf das Brot gestrichen wird als der Belag. Aber Butter in Alupapier einzukaufen konnte ich irgendwann nicht mehr übers Herz bringen. Also gab es keine mehr… bis zu dem großen Tag… im Kino in `Bibi & Tina´ mit unseren Zwillingen und dessen bester Freundin. Auf dem Weg zum Kinosaal, sagt die beste Freundin ganz beiläufig: Du Olga, ich habe schon mal Butter selber gemacht, das war ganz leicht. Mir schießt sofort vor Aufregung das Blut in den Kopf und ich lasse mir alles genau erklären. Ich hatte zwar auch schon danach recherchiert, aber die Beschreibungen im Internet klangen so abschreckend kompliziert.

Wieder zu Hause bin ich Feuer und Flamme und hole die Sahne aus dem Kühlschrank. In einer Rührschüssel schlage ich die Sahne gute 7 Minuten. Erst wird sie zu Schlagsahne und dann langsam aber sicher immer fester. Ganz am Ende fängt der Schüsselinhalt an zu spritzen, da sich eine Flüssigkeit abtrennt. Diese Flüssigkeit gieße ich regelmäßig ab und schlage weiter, bis die Masse zu fest für den Rührstab wird. Nochmal abgießen und fertig ist die Butter. Wow, so einfach ?!

Endlich gibt es keine hängenden Gesichter mehr, wenn es morgens um die Frage geht: Was möchtet ihr auf eurem Schulbrot? Egal mit Butter!

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Zubehör Butterproduktion

Ein toller Nebeneffekt der eigenen Butterproduktion ist die Kreativität. Statt der puren Butter könnt ihr die dollsten Kreationen entwickeln. Einfach kurz bevor die Sahne zu fest wird Kräuter, Olivenöl, Zitrone oder Salz hinzugeben und mit unterrühren. So ist die Kräuterbutter fürs nächste Grillen direkt in einem Rutsch mit zubereitet.

Die Butter hält sich natürlich nicht so lange wie handelsübliche Butter. Deshalb machen wir kleine Portionen und frieren ein paar Gläser ein. das verträgt die Butter sehr gut.

Die abgeseihte Flüssigkeit schmeckt immer noch sehr Sahnig und kann genau wie diese als fettarme Variante eingesetzt werden.

Update 19.02.2015

Dank Valentina habe ich dieses mal die Sahne in ein Schraubglas gegeben und geschüttelt. Ich schüttele und schüttele und bekomme langsam dicke Arme. Als ich das Experiment schon als missglückt abbrechen will, merke ich, wie die flüssige Sahne schließlich doch fest wird. Die geschlagene Sahne bewegte sich dann aber überhaupt nicht mehr in dem Schraubglas. Es drängt sich die Frage auf, ob schütteln jetzt überhaupt etwas bringt, wenn sich nichts bewegt. Aber die Ausdauer lohnt sich schließlich doch. Die feste Sahne fängt an zu klumpen und trennt sich von der Flüssigkeit. Jetzt noch ein bisschen weiter schütteln und in der Mitte liegt ein fester Klumpen Butter in mitten der flüssigen Molke. Die Molke gieße ich ab und löffele die Butter in unsere Butterglas.
Fazit: Ich bin begeistert. Das schütteln hat zwar länger gedauert, als das schlagen mit dem elektrischen Rührgerät, dafür spart man sich den Strom und hat ein tolles Gefühl so etwas mit der Hand produziert zu haben und das Fitnesstraining für die Arme ist inklusive. Der wirkliche Vorteil liegt aber in der Ausbeute. Während bei der Rührgerät Variante immer etwas am Rührstab und im Rührgefäß kleben bleibt, gibt es bei der geschüttelten Butter bis auf einen Fettfilm keinerlei Rückstände an der Glaswand. Das bisschen länger Schlagen, holt man also beim Reinigen der Gerätschaften wieder rein.

Toller Tipp

12 Responses to Die Butter ist zurück

  1. frohzuseinbedarfeswenig says:

    Butte auf diese Weise funktionert, keine Frage. Trotzdem. Zurückhaltung mit Twist-off-Glästern! Denn das Dichtungszeug der Twist-off-Gläser, so praktisch sie sind, ist leider eine Kombi aus Gummi und Plastik, die im Blick auf Weichmacher, die durch Fett – Sahne! – herausgelöst werden können, noch schlimmer als sonstiges Plastikgeschirr. Es ist bei diesem Thema der Weisheit letzter Schluss noch nicht entdeckt, so viel ich weiß.

    • Olga says:

      Ja, ich fürchte da hast du Recht. Auch kann man sich nicht zurücklehnen, wenn in seinem Kunststoff kein, als risikoreich eingestufter, Weichmacher drin ist. Denn, ist dieser nicht drin, ist halt ein anderer Weichmacher drin und nur weil dessen Risiko noch niemand bewiesen hat, heißt leider nicht, das er unbedenklich ist. Am besten hält man sich doch so gut es geht komplett fern von Kunststoff an seinen Lebensmitteln.

  2. Valentina says:

    Hallo,
    noch einfacher als mit dem Rührgerät geht es mit einem großen Schraubglas. Einfach Sahne rein (nicht zu voll), zudrehen und kräftig schütteln, bis die Butter ausklumpt. Das macht besonders Kindern Spaß und verbraucht keinen Strom :) Außerdem geht es schneller als mit dem Rührgerät. Besonders für kleinere Mengen geeignet.

    • Olga says:

      Kann man sich gar nicht vorstellen, aber das werde ich natürlich ausprobieren.

      • Valentina says:

        Ich war mal auf einer Fortbildung und da haben wir Butter auf unterschiedlichste Weise hergestellt ( im Schraubglas geschüttelt, mit einem Handquirl geschlagen (so ein Ding mit einer Kurbel dran, wie es sie früher gab) und im Butterfass gemacht bzw. mit einer Küchenmaschine). Mit der Küchenmaschine ging es am langsamsten, obwohl wir alle darauf getippt hatten, dass wir dort am schnellsten Butter herausbekommen würden. Das Schraubglas ist, wie oben schon erwähnt, eher für kleinere Mengen geeignet. Das Ganze hat noch den positiven Nebeneffekt, dass man sein Sportprogramm schon gemacht hat, denn man muss schon kräftig schütteln. Wenn man Kinder hat, hat man allerdings überhaupt keine Arbeit damit. Denn dann schütteln die solange, bis die Butter ausklumpt und haben jede Menge Spaß dabei.
        Aber da ihr Butter ja dicker aufs Brot schmiert als den Belag, würde sich entweder ein Butterfass rentieren oder ihr bleibt einfach bei eurer Methode :) Aber probier es spaßeshalber trotzdem mal aus.
        Wir nutzen die Schraubglasmethode dann, wenn ich sonntags entsetzt feststelle, dass wir keine Butter mehr haben….. aber noch Sahne im Haus ist.

        • Olga says:

          Und was ist ein Butterfass?

          • Valentina says:

            Als früher jeder noch seine eigene Kuh im Stall stehen hatte, war es ganz normal, dass man aus seiner Milch bzw. Sahne auch Butter herstellte. Deshalb hatte jeder irgend ein Gerät zur Butterherstellung und das Butterfass (z.B. Stoßbutterfass) war da neben dem Butterglas (Glas mit integriertem Rührer, handbetrieben) ziemlich weit verbreitet. Am besten schaust du dir so ein Butterfass bei Google oder auf Wikipedia mal an, manchmal sagen Bilder mehr als Worte. Außerdem kann man Butterfässer auch heute noch käuflich erwerben, einfach mal bei dem bekannten Online-Händeler als Suchanfrage eingeben. Von dem klassischen Stoßbutterfass bis zu diesem Butterglas, was ich aus reinigungstechnischen Gründen bevorzugen würde, findest du alles. Wäre doch mal ein etwas anderes Geschenk, oder ?
            Meine Schwiegermutter hat noch mitbekommen, wie bei ihr zu Hause Butter hergestellt wurde, das war vor einigen Jahrzehnten noch ganz normal (also bei uns auf dem Land :). Die Entwicklung in den letzten Jahrzehnten ging so rasend schnell, dass ich manchmal denke, dass uns ganz wichtige Informationen, die früher jedem bekannt waren, verloren gehen. Dafür kann man heute viele Infos ganz einfach im Internet finden….. wenn man sie denn sucht und sie jemand aufgeschrieben hat.

  3. Maria says:

    Hallo!

    Ich friere auch im Glas ein, während des Einfriervorgangs lasse ich den Deckel lose, damit die Luft entweichen kann. Dann ist das gar kein Problem.

    Butter aus Sahne zu machen geht recht einfach und dauert gar nicht so lange. Den Tipp mit weiterverwenden der Flüssigkeit finde ich super!

    lg
    Maria

  4. Dina says:

    Bea Johnson beschrieb Butter machen als sehr aufwändig. Bei Dir klingt das ja eher leicht.
    Ich habe mal irgendwo gelesen, dass sich Glas nicht zum Einfrieren eignet, weil sich feine Haarrisse bilden, und so kleine Splitter ins Essen gelangen. Ist das Quatsch?

    • Olga says:

      Solche Berichte habe ich auch gelesen und mich deshalb gar nicht erst ran getraut. Aber glaube mir, das haben sogar unsere Kinder hinbekommen. Probier es einfach mal aus.
      Ich friere sehr viel in Gläsern ein, da ich auf Plastikdosen verzichten möchte und Edelstahl sehr teuer ist. Sichtbare Risse hatte ich bisher nie und habe auch noch nie davon gehört. Was unsichtbare Haarrisse angeht, weiß ich leider nichts drüber. Aber wenn man die Inhaltsstoffe von Glas und von Plastik vergleicht, ist das Glas (wenn man nicht gerade einen Splitter ißt) bei weitem zu bevorzugen.

      • Dina says:

        Vielen Dank für die Rückmeldung. Ich habe gerade noch einmal ein bisschen herum gelesen und es scheint in der Praxis keinerlei Probleme zu geben, wenn man es eben richtig macht. Vielleicht ist das so ein Mythos der Gefrierbeutelindustrie ;-)

        • si says:

          Ich friere seit Jahren in Gläsern ein. Es gab nie Probleme. Natürlich darf man die Gläser nicht randvoll machen.
          Die selben Gläser nutze ich auch wieder zum Einkochen. Wenn es beim Einfrieren Haarrisse geben würde, würde es sich spätestens hierbei zeigen.

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