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Zähne eincremen

Zahncreme

Von herkömmlicher Zahncreme ist mir der Appetit schon lange vergangen. Seit guten 15 Jahren benutzte ich das Zahnpastakonzentrat der Firma Ajona.  Die schmeckte mir nicht nur besser, sondern spart durch die konzentrierte Form natürlich Verpackungsmaterial und Geld ein.

Zahnpasta1

herkömliche Zahncreme

Nur ein bisschen einzusparen reichte mir aber nicht mehr aus. Zähne putzen ganz ohne Zahnpastatube ist auch erstaunlicht leicht gemacht. Man muss sich allerdings von der Vorstellung verabschieden, dass die Zähne mit einer Paste zu reinigen. Ich putze mir meine Zähne mittlerweile mit einem Zahnpulver, dass ich selbst mixe. Es gibt dazu sehr viele Rezepte im Internet, die mal mehr, mal weniger kompliziert ausfallen. Da ich etwas Altagstaugliches gesucht habe, mache ich es mir so einfach wie möglich. Wie das Rezept funktioniert, zeige ich euch entweder im Video, oder nochmal zum nachlesen darunter.

Ich nehme ein Päckchen Natron oder Backpulver als Scheuermittel und einen knappen Teelöffel Stevia-Pulver. Das Stevia-Pulver ist lediglich für einen süßlichen Geschmack zuständig und kann je nach Wunsch dosiert werden. Das pflanzliche Süßungsmittel ist ohne Kalorien und Karieswirkung und somit für das Zahnpulver bestens geeignet.
Wie das Gemisch nun auf die Zahnbürste kommt ist euch überlassen. Ich habe es in einen Gewürzstreuer gefüllt und streue es auf die angefeuchtete Zahnbürste. Ihr könnt aber auch die Zahnbürste in ein Döschen mit dem Pulver drücken.

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Durch die trockene Form des Zahnpulvers, kann auf Konservierungsstoffe komplett verzichtet werden. Ein großer Vorteil gegenüber der handelsüblichen Produkte. Und nicht nur die Konservierungsstoffe sind bedenkliche Inhaltsstoffe. Viele Inhaltsstoffe sind als Gesundheitsschädlich einzuordnen, darunter auch das viel beschworene Fluorid ist sehr umstritten, gerade wenn man Kleinkinder im Haushalt hat. Triclosan, welches zur Desinfektion beigefügt wird, zerstört neben Bakterien auch die Abwehrkräfte in der Mundschleimheit und wird, was Bakterienresistenzen angeht, ähnlich wie Antibiotika eingestuft. Natriumlaurylsulfat (das hatten wir auch im Shampoo schon) gilt als Allergie-auslösend und Haut-reizend. Zur Detektierung auf der Verpackung sucht ihr nach Sodium Lauryl Sulfate oder Sodium Dodecyl Sulphate. Und sogar Schmirgelpapier gibt es in der Zahncreme. Vor allem in den Weiß-Machern sind sogenannte Abrasiva enthalten, die mit den Nikotinspuren auch den Zahnschmelz abschmirgeln. Parabene lösen Allergien aus und womöglich sogar Krebs. PEGs machen die Schleimhaut durchlässiger für Schadstoffe. Dagegen sind die enthaltenen Süßstoffe ja nicht mal erwähnenswert. Wer es genau wissen will, kann sich das ganze nochmal im Langtext durchlesen. Einen äußerst kritische Stimme zum Thema Fluorid in Zahncremes gibt es in diesem Artikel zu lesen: Zahnpaste – Zerstörung und Vergiftung auf Raten.

Also schnell wieder zu meiner blütenreinen Backzutat. Am besten lässt man sich darauf ein, dass das Putzerlebnis ein anderes wird und gibt sich etwas Zeit sich an den Geschmack und die geringe Schaumbildung zu gewöhnen, dann wird man auch schnell mit dieser etwas anderen Methode glücklich werden.
Dieses Rezept ist aber nur eins von zahlreichen Möglichkeiten, sich Müll-reduziert und gesund die Zähne zu putzen. Was ich vor allem daran schätze ist die Einfachheit der Rezeptur.

Wie ist eure Erfahrung und welche Rezepte benutzt ihr?

5 Responses to Zähne eincremen

  1. Verena says:

    Hallo und erstmal herzlichen Dank für deinen tollen Blog!
    Ich bin vor ca. 3 Monaten erst auf die rote Zahncreme von Weleda und schließlich auf selbstgemachtes Zahnpulver umgestiegen, sozusagen als sanften Einstieg in plastiklose Zahnpflege. Bei mir hat es sicher 1 bis 2 Wochen gedauert, bis ich mich daran gewöhnt hatte, weil ich ein ziemlicher Schaumfreak war. Inzwischen benutze ich ein ähnliches Rezept wie Ute, allerdings ergänzt um etwas Backpulver, weil das angeblich aufhellt und Teebaumöl, weil das fürs Zahnfleisch gut ist. Bei reinem Backpulver hätte ich Bedenken, denn ich habe gelesen, dass es auf Dauer die Zähne empfindlich machen kann. Andererseits gibt es viele, die schon lange gut damit zurechtkommen…

    • Olga says:

      Danke schön Verena,
      Ich freue mich, dass dir der Blog gefällt :-)
      Wir tüfteln mittlerweile auch noch an anderen Zahnpulverrezepten, weil wir das gleiche Gerücht gehört haben. Letztendliche Aussagen gibt es zu dem Thema ja leider keine. Danke für dein Rezept.

  2. Uteschnute says:

    Ich putze mit einer Mischung aus calciumcarbonat (Schlämmkreide) und ca einem viertel Xylit (Süße und karieshemmend) mit ein paar tropfen Pfefferminzöl. Calciumcarbonat der Firma Caelo ist in dünn beschichtetem Papier 250grammweise verpackt in der Apotheke zu bekommen. Xylit ist wasseranziehend, daher nur in dünnem folienbeutel zu erhalten. ZB von Dr. Groß mit 300g Inhalt. Das Öl gibst lose in mitgebrachte saubere Fläschchen eingefüllt.
    Ich putze nun ca 6 Monate damit und bin sehr zufrieden bisher.
    Lg
    Ute

    • 0wastey says:

      Zusammen mit dem Öl wird daraus aber auch wieder eine Paste oder? Bereitest du dann immer kleine Portionen davon zu? Oder wie handhabst du das und worin bewahrst du es auf?

      • Uteschnute says:

        Von dem Öl geben ich nur 2-3 Tropfen auf ein kleines Schraubglas. Durch schütteln verteilt sich das gut und es klumpt nicht mal. Ich geh dann einfach mit der nassen Zahnbürste rein und schüttle den Rest wieder ab. Da kannst du ruhig ne größere Menge auf einmal anmischen, die ätherischen Öle verflüchtigen sich im Laufe der Zeit etwas, bei Bedarf gebe ich nochmal 1-2 Tropfen dazu. Hat auch ne gewisse desinfizierende Wirkung… Lg ute

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